„Armut stört“

Nationale Armutskonferenz stellt ihren 3. Schattenbericht vor

Armut stört

„Armut stört Eltern, wenn sie ihre Kinder nicht mit genug Schulsachen ausstatten können; Obdachlose, die auf der Straße verelenden; langzeitarbeitslose Menschen, die sich seit Jahren vergeblich um einen guten Arbeitsplatz bewerben. Armut stört viele Menschen empfindlich in ihrem Leben.“

Darauf weist Barbara Eschen, Sprecherin der Nationalen Armutskonferenz (NAK) in ihrem Vorwort zum 3. Armutsbericht hin.
Die NAK ist ein Bündnis von Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften und Selbsthilfeorganisationen, das sich für eine aktive Politik der Armutsbekämpfung einsetzt.

Der Bericht stellt fest, dass viele Menschen in Deutschland trotz boomender Wirtschaft nicht genug zum Leben haben. Als Hauptursache werden Arbeitslosigkeit, Niedriglohnjobs und das Alleinerziehen von Kindern genannt. Rund16 Prozent der deutschen Bevölkerung leben an der Armutsgrenze.

Dieser 3. Schattenbericht, der am 17. Oktober 2018, dem diesjährigen Internationalen Tag zur Beseitigung der Armut veröffentlicht wurde, versteht sich als Parallelbericht zur Armuts- und Reichtumsberichterstattung der Bundesregierung. Er gibt insgesamt einen Überblick über den armutspolitischen Handlungsbedarf, bietet Analysen und lässt vor allem Betroffene zu Wort kommen. Dabei zeigt sich: Für viele Menschen ist Armut trotz Arbeit bittere Realität.

Barbara Eschen: „Armut zu bekämpfen ist keine Wohltätigkeit, sondern eine Verpflichtung!“

 

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