Evangelische Sozialberatung Bottrop (ESB)

Hilfe für Menschen in Wohnungsnot

Die ESB ist eine Anlaufstelle für Wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen und bietet seit 1986 soziale Beratung und persönliche Hilfe in sozialen Schwierigkeiten. » mehr über die ESB link-interner-rot

 

Donnerstag, den 18. Oktober 2018 um 20:35 Uhr

„Armut stört“

Nationale Armutskonferenz stellt ihren 3. Schattenbericht vor

Armut stört

„Armut stört Eltern, wenn sie ihre Kinder nicht mit genug Schulsachen ausstatten können; Obdachlose, die auf der Straße verelenden; langzeitarbeitslose Menschen, die sich seit Jahren vergeblich um einen guten Arbeitsplatz bewerben. Armut stört viele Menschen empfindlich in ihrem Leben.“

Darauf weist Barbara Eschen, Sprecherin der Nationalen Armutskonferenz (NAK) in ihrem Vorwort zum 3. Armutsbericht hin.
Die NAK ist ein Bündnis von Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften und Selbsthilfeorganisationen, das sich für eine aktive Politik der Armutsbekämpfung einsetzt.

Der Bericht stellt fest, dass viele Menschen in Deutschland trotz boomender Wirtschaft nicht genug zum Leben haben. Als Hauptursache werden Arbeitslosigkeit, Niedriglohnjobs und das Alleinerziehen von Kindern genannt. Rund16 Prozent der deutschen Bevölkerung leben an der Armutsgrenze.

Dieser 3. Schattenbericht, der am 17. Oktober 2018, dem diesjährigen Internationalen Tag zur Beseitigung der Armut veröffentlicht wurde, versteht sich als Parallelbericht zur Armuts- und Reichtumsberichterstattung der Bundesregierung. Er gibt insgesamt einen Überblick über den armutspolitischen Handlungsbedarf, bietet Analysen und lässt vor allem Betroffene zu Wort kommen. Dabei zeigt sich: Für viele Menschen ist Armut trotz Arbeit bittere Realität.

Barbara Eschen: „Armut zu bekämpfen ist keine Wohltätigkeit, sondern eine Verpflichtung!“

 

Weitere Infos finden Sie hier:

   

Mittwoch, den 29. August 2018 um 12:42 Uhr

Wohnraum wird knapp und immer teurer

Stadt Bottrop will den Mietzuschuss erhöhen

Wohnraum wird knapp und immer teurer

Wer Geld vom Jobcenter oder Sozialamt erhält, muss bestimmte Grenzen bei den Kosten für die Miete berücksichtigen. Diese Mietobergrenze, die durch die Stadt Bottrop 2010 festgelegt wurde, entspricht aber nicht mehr der Realität auf dem Wohnungsmarkt. Wurden damals 5,15€/qm in der mittleren Wohnlage und Altersklasse der Wohnung zugrunde gelegt, weist der aktuelle Mietspiegel für denselben Quadratmeder bereits 5,47€ aus.

So wird es immer schwieriger, eine neue Wohnung zu finden. Aber auch die irgendwann mal unter den gültigen Bedingungen angemietete Wohnung verteuerte sich durch Modernisierungsmaßnahmen oder energetische Sanierungen. Die Folge ist, dass Leistungsbezieher von Hartz IV oder Sozialhilfe zu einem Umzug aufgefordert werden oder die Differenz von dem eh schon knapp bemessenen Lebensunterhalt zur Miete dazu tun müssen.

Peter Sommer, Leiter des Sozialamtes, hat jetzt erfreulicherweise angekündigt, dass die Richtlinien angepasst und damit die als angemessen geltende Miete angehoben wird. Bleibt zu hoffen, dass zumindest dem jeweils aktuellen Mietspiegel Folge geleistet wird. Das Bundessozialgericht hat sogar in einem Urteil eine Orientierung an die Werte des Wohngeldgesetzes verkündet. Demzufolge darf die Kaltmiete mit Betriebskosten ohne Heizkosten für eine alleistehende Person 429,-€ kosten.

Aus Gründen der Gerechtigkeit und Gleichbehandlung wünschen wir uns, dass die „Altfälle“ automatisch an die neue Mietobergrenze angepasst werden, ohne dass ein Antrag erforderlich ist.

   

Montag, den 02. Juli 2018 um 18:32 Uhr

AmBOTioniert hilft KOLÜSCH

Hobbyköche kochen für den guten Zweck

Plakat und FB Dinner2018 klein

„Das Leckere kommt zum Schluss“ – unter diesem Motto veranstaltet AmBOTioniert am Ende der Sommerferien ihr 4. Charity-Dinner. „Wir zaubern wieder ein 5-Gänge-Menü inklusive begleitender Weine und Getränke mit einem unterhaltsamen Abendprogramm und Ver­stei­gerung besonderer Erlebnisse und Events“, weiß der engagierte Verein zu berichten. Zauberhafte musikalische Unterstützung bieten verschiedene Bottroper Künstler (unter anderem Markus Stein und das Gesangsduo Souls in Harmony). Das Ganze findet am 25. August 2018 um 18 Uhr im Cottage, Herzogstr. 58, 46240 Bottrop statt. Der Vorverkauf läuft bereits.

Mit dem Erlös des Charity-Dinners unterstützt AmBOTioniert wie immer soziale Einrichtungen. KOLÜSCH, unser Bottroper Restaurant der Herzen, soll auch wieder bedacht werden. Wir bedanken uns im Voraus!

 WAZ-Artikel "Ambotioniert verwöhnt Gäste mit einem Fünf-Gänge-Menü" vom 13.06.2018

 WAZ-Artikel "Ambotioniert tischt wieder ganz groß im Cottage auf" vom 13.08.2018

 WAZ-Artikel "13 Hobbyköche laufen am Samstag zur Höchstform auf" vom 22.08.2018

   

Montag, den 14. Mai 2018 um 17:26 Uhr

Menschen mittendrin und doch am Rande

Der Berliner Platz als Lebensmittelpunkt

Menschen mittendrin und doch am Rande

Für einige ist er ihr Wohnzimmer. Nur dass man in der Öffentlichkeit steht und für alle präsent ist. Sie sind nicht immer gerne gesehen, die Männer und Frauen, die sich täglich dort treffen, keine Arbeit haben und auch zur Bierflasche greifen.
Manch einer fühlt sich durch die für sich stehende Gruppe belästigt - alleine schon durch den Anblick. Oder man hat Angst. Dass es sich um Bottroper BürgerInnen mit ihren Einzelschicksalen handelt, wird in der Diskussion oft vergessen und andere Interessen überwiegen.

„Ich habe keine sozialen Kontakte mehr. Ich bin alleinstehend und gerne in Gesellschaft. Am Berliner Platz treffe ich Menschen mit den gleichen Problemen“, erklärt Marc.

Doch sie stören andere und sollen weg – kurzum! Dass der Treffpunkt sich dann nur, wie die Vergangenheit und die Erfahrungen beweisen, in andere innerstädtische Bereiche verschiebt, wird nach dem Floriansprinzip in Kauf genommen.

Aber es gibt Alternativen zur Vertreibung, wie zum Beispiel das Sozialamt der Stadt Bottrop mit ihrer aufsuchenden Hilfe und dem städtischen Sozialarbeiter Norbert Eickholt beweist. Wir möchten für einen sozialarbeiterischen Ansatz werben, der an den Problemlagen der Einzelnen ansetzt und allen Beteiligten gerecht wird.

Die Stadt gehört allen - Soziale Ausgrenzung löst keine Probleme!

   

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