860.00 Menschen in 2016 ohne Wohnung

BAG Wohnungslosenhilfe gibt neue Zahlen bekannt

860.00 Menschen in 2016 ohne Wohnung

„Auch ohne Berücksichtigung der Wohnungs­losigkeit von Flüchtlingen müssen wir leider
davon ausgehen, dass der Anstieg der Woh­nungslosenzahlen zwischen 2015 und 2016
unseren früheren Prognosen entsprochen hat. Die Zuwanderung hat die Gesamtsituation
dramatisch verschärft, ist aber keinesfalls alleinige Ursache der neuen Wohnungsnot“,
erklärte Thomas Specht, Geschäftsführer der BAG W.

Ca. 290.000 (70 %) der wohnungslosen Menschen sind alleinstehend, 130.000
(30 %) leben mit Partnern und/oder Kindern zusammen. Die BAG W schätzt die Zahl der Kinder und minderjährigen Jugendlichen auf 8 % (32.000), die der Erwachsenen auf 92 % (390.000). Der Anteil der erwachsenen Männer liegt bei 73 % (290.000); der Frauenanteil liegt bei 27 % (100.000) und ist seit 2011 um 3 % gestiegen). (Alle Angaben jeweils ohne Berücksichtigung der wohnungslosen Flüchtlinge.)

Mehrere Faktoren seien maßgeblich für den dramatischen Anstieg der Wohnungs­losenzahlen. Specht: „Das Angebot an bezahlbarem Wohnraum ist unzureichend,
der Sozialwohnungsbestand schrumpft ständig. Seit 1990 ist der Bestand an Sozial­wohnungen um ca. 60 % gesunken. 2016 gibt es noch ca. 1,2 Millionen Sozialwoh­nungen, bis 2020 werden weitere 170.000 aus der Bindung fallen. Zusätzlich haben Kommunen, Bundesländer und der Bund eigene Wohnungsbestände an private
Investoren verkauft. Damit haben sie Reserven bezahlbaren Wohnraums aus der Hand gegeben.“


Pressemitteilung: BAG Wohnungslosenhilfe: 860.000 Menschen in 2016 ohne Wohnung