Hartz-IV-Regelsatz

Urteil des Bundesverfassungsgericht stärkt Rechtsposition Wohnungsloser

sgb2_200pxDie Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW), der Dachverband der Wohnungslosenhilfe in Deutschland, begrüßt das Urteil des Bundesverfassungsgerichts: Dieses hat festgestellt, dass die Hartz-IV-Regelsätze sowohl für Kinder als auch für Erwachsene und deren Berechnung gegen das Grundgesetz verstoßen. Bis Ende des Jahres müsse diese neu bemessen werden. Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat nach eigenen Berechnungen eine Anhebung des Regelsatzes um 20 Prozent für Erwachsene und um bis zu 30 Prozent für Kinder gefordert.
Hartz-IV-EmpfängerInnen können zudem ab sofort besondere Bedarfe geltend machen, die durch die bisherigen Zahlungen nicht gedeckt sind. Eine derartige Regelung hat die BAGW bereits 2003 gefordert, da insbesondere Menschen in Wohnungsnot sehr oft erhöhte Bedarfe (Leben im Freien, erhöhte Krankheitsanfälligkeit, erhöhter Aufwand für Ernährung und Hygiene etc.) haben.