Wohnungslosenhilfe kritisiert zu niedriges Plus bei Hartz IV

Regierung rechnet Existenzminimum klein und fördert Wohnungslosigkeit

morgen-ohne-wohnung200pxDie Wohnungslosenhilfe ist empört über die beschämenden Pläne der Bundesregierung, den Hartz-IV-Regelsatz um gerade mal fünf Euro anzuheben. Während Sozialverbände schon seit Jahren auf eine Erhöhung von mindestens 430 Euro und die Wiedereinführung einmaliger Leistungen drängen, rechnet die Regierung trickreich das Existenzminimum herunter. Schon jetzt bedeutet Hartz IV ein Leben in Armut: Die Mietobergrenzen für Hartz-IV-BezieherInnen sind vielerorts zu niedrig angesetzt. Heizkosten werden oft nicht vollständig übernommen. Viele haben daher schon jetzt deutlich weniger als den Regelsatz zum Leben zur Verfügung. Das alles treibt die betroffenen Menschen in eine Verschuldungsspirale. Die Wohnungslosenhilfe fürchtet, dass die Zahl der Menschen ohne Wohnung wieder steigen wird.

  • Pressemitteilung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe vom 29. September 2010 "Wohnungslosenhilfe fordert Neuberechnung der Regelsätze" » icon_pdf [PDF, 30 KB]