banner_presse

 

PRESSEMITTEILUNG vom 24. September 2010

ESB portraitiert Betroffene am Berliner Platz

 

Einladung zum Projektstart

 

Zeit:         28. September 2010, 12 Uhr
Ort:          Berliner Platz, 46236 Bottrop

 

"Menschen mittendrin und doch am Rande" – unter diesem Titel portraitiert die Evangelische Sozialberatung Bottrop (ESB) elf Mitbürgerinnen und Mitbürger, deren Lebensmittelpunkt der neu gestaltete Berliner Platz ist. Fotoaufsteller in Lebensgröße informieren über ihre Motivation, warum sie diesen Ort als Treffpunkt gewählt haben. Die ESB interveniert damit in die aktuelle Debatte um den Platz in der Innenstadt. Die Bottroper Anlaufstelle für Menschen in Wohnungsnot möchte mit dem Projekt Vorurteile und Ängste gegenüber den Menschen abbauen, die sich täglich auf dem Berliner Platz aufhalten. Die Aufsteller sind an Werktagen tagsüber (witterungsabhängig) bis zum 9. Oktober 2010 auf dem Berliner Platz zu sehen.

Der Berliner Platz wird von den Bottroperinnen und Bottropern gern aufgesucht. Auch Menschen in sozialen Schwierigkeiten wie Wohnungslosen, Langzeitarbeitslosen und Menschen mit Alkohol- und anderen Suchterkrankungen nutzen den Platz als Treffpunkt. Dies hat in den vergangenen Monaten zu einer kontroversen Debatte in unserer Stadt geführt.

"Wir haben frühzeitig versucht, uns konstruktiv in die Debatte einzubringen und unsere Vermittlung angeboten", so Wolfgang Kutta von der ESB. "Wir möchten für einen sozialarbeiterischen Ansatz werben, der an den Problemlagen der Einzelnen ansetzt und allen Beteiligten gerecht wird." Die ESB hatte unter anderem vorgeschlagen, ein Modell der kontrollierten Duldung für diese Gruppe zu etablieren, wie es auch in anderen Städten existiert. Von anderer Stelle wurde angeregt, einen sogenannten Trinkraum einzurichten und Streetworker anzustellen. "Es gibt Alternativen zur Vertreibung", erklärt der Diplom-Sozialarbeiter.

"Die politischen Entscheidungsträger dürfen nicht den scheinbar einfachsten Weg wählen und unliebsame Menschen mit repressiven Mitteln von Plätzen und aus Parks vertreiben", sagt ESB-Mitarbeiter Christian Schröder. "Die Vertreibung von Menschen mit polizeilichen und ordnungsrechtlichen Mittel löst keine Probleme. Die Menschen werden stigmatisiert und der Treffpunkt verschiebt sich lediglich in einen anderen innerstädtischen Bezirk."

Die Debatte über den Treffpunkt wurde bislang nur über die Betroffenen geführt. Die ESB möchte ihnen mit dem Fotoprojekt eine Stimme geben.

 

Bildmaterial zur kostenfreien Verwendung:
    

dieter20100906gf1744_200px

Dieter (50)
(Foto: Guido Frebel, www.lichtblick-fotos.de)
» Download [JPG, 0.8 MB]

 

marc-andre20100906gf1611_200px

Marc-André (41)
(Foto: Guido Frebel, www.lichtblick-fotos.de)
» Download [JPG, 0.7 MB]

 

sylvia20100906gf1725_200px

Sylvia (38)
(Foto: Guido Frebel, www.lichtblick-fotos.de)
» Download [JPG, 0.8 MB]

 

PRESSEKONTAKT:

Wolfgang Kutta
Evangelische Sozialberatung Bottrop (ESB)
Hilfe für Menschen in Wohnungsnot
Kirchhellener Straße 62a | 46236 Bottrop
Telefon: 02041 - 317055
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
www.esb-bottrop.de | www.koluesch.de